Rogier Wassen über seine Rolle als Turnierdirektor: „Es gibt so viele Gänsehautmomente!“
Teils im Minutentakt klingelt Rogier Wassens Handy in diesen Tagen. Wenn das Telefon mal ruht, findet er sich schon im nächsten persönlichen Gespräch wieder. Beim ehemaligen ATP-Profi laufen die Fäden als Turnierdirektor der platzmann open zusammen. Er hilft, berät und entscheidet. Seine Rolle ist fordernd und schön zugleich. „Es gibt so viele Gänsehautmomente während der Turnierwoche“, schwärmt der Niederländer. Allein wenn sein älterer Sohn Paul, der zu den Ballkindern bei den platzmann open gehört, jeden Morgen voller Vorfreude auf das Turnier aufsteht, erfüllt allein dessen Begeisterung den Familienvater für die Anstrengungen während der Turnierzeit. Selten kann er sich auf den Court setzen und Spiele verfolgen „Gestern habe ich ganze acht Minuten Tennis schauen können“, berichtet er vom zweiten Turniertag.
Vor sechs Jahren hat er erstmals die platzmann open veranstaltet. Aufgrund der strikten Auflagen während der Corona-Pandemie musste er damals vorübergehend beruflich pausieren. So hat er nach neuen Perspektiven gesucht. „Plötzlich kam mir der Gedanke, dass ich etwas Tolles im Tennis starten könnte“, erinnert sich der frühere Top-50-Spieler der Doppel-Weltrangliste. Nachdem er 15 Jahre lang auf der ATP-Tour aufgeschlagen hat, wollte er „zurück in die Szene“. Gesagt, getan. Im Jahr 2021 kämpften die Profis erstmals beim ATP-Challenger um begehrte Weltranglistenpunkte. Seitdem sieht Rogier Wassen einmal im Jahr die Ex-Profis wieder, die zur selben Zeit wie er auf der Tour gespielt haben, denn viele von ihnen begleiten nun als Coach die Spieler und gastieren in Hagen. Hagen folgte übrigens auf Lüdenscheid als Austragungsort. Seit letztem Jahr findet das Event nämlich auf dem Gelände des TC Rot-Weiß Hagen statt. Zusammen mit Co-Turnierdirektor Daniel Hofmann leitet Rogier Wassen die Geschicke der platzmann open. „Es ist so schön, wenn man über die Anlage läuft und sieht, was man als Veranstalter geleistet hat und wie zufrieden die Menschen sind. Darauf bin ich stolz“, resümiert der Turnierdirektor und freut sich schon auf die Ausgabe im kommenden Jahr.

