Javier Frana ist zurück: „Der Werner-Köster-Centercourt gehört zu mir!“
Emotional lief die Rückkehr des Argentiniers Javier Frana in Hagen ab: Der frühere Bundesligaspieler des TC Rot-Weiß Hagen, der dort Legendenstatus besitzt, schwelgte in Erinnerungen und konnte sich noch sehr genau an seine Auftritte in der Bredelle vor 30 Jahren erinnern. In einer Talkrunde in der Fan-Area blickte er zurück. Die Zeit als Bundesliga-Spieler habe er sehr genossen, erklärte er. Die Unterstützung der Fans sei riesig gewesen, weshalb er immer gerne Bundesliga gespielt habe. Er erinnerte sich auch an die vielen intensiven Matches auf dem Centercourt. „Der Werner-Köster-Centercourt gehört zu mir“, gestand der 59-Jährige Kapitän des argentinischen Davis-Cup-Teams. Am Sonntag wird er dort sogar wieder aufschlagen. Vor dem Finale bestreitet unter anderem mit Turnierdirektor Rogier Wassen ein Showmatch um 12.30 Uhr. Angesprochen auf die Bedeutung des früheren Teamchefs Werner Köster für ihn, setzte er sogar noch einen drauf: „Werner Köster ist wie ein Vater für mich“. Er schätzt beide Seiten an ihm: Dessen herzliche Art ebenso wie seine fordernde Eigenschaft, andere in die Pflicht zu nehmen.
Nicht nur die früheren Tennismatches sind Teil seiner Erinnerung, sondern auch viele rauschende Feste auf der Anlage in der Bredelle. Mit einem nostalgischen Lächeln in den Gesichtern lauschten vor allem viele Besucher, die ihn einst live gesehen haben, Javier Franas frühere Anekdoten. „Das war so toll!“, schwärmten Herbert und Christel Pair, die früher selbst das Bundesliga-Team von Hagen als Fans leidenschaftlich unterstützt haben und sogar mit dem Flugzeug nach Berlin gereist sind, um dort das Team anzufeuern. Außerdem haben sie Spieler der Mannschaft beherbergt. Unterdessen liebt Javier Frana es noch immer, Teil der Tennisszene zu sein als Davis-Cup-Kapitän und auch als TV-Experte. Auch würde er wieder Tennisspieler werden wollen, wenn er die Wahl hätte: „Tennis war eine Schule des Lebens für mich!“

