Das Glück der Profis in den Händen - die platzmann-open-Besaiter
„Das ist schon ein tolles Gefühl, wenn ich den Schläger direkt vom Court bekomme, ihn in 15 Minuten ,durchballere‘ und der Profi damit weiterspielt!“, schwärmt Stephan Weber. Genau dieser Moment zählt für den Besaiter zu den Höhepunkten der ganzen Turnierwoche. „Durchballern“ bedeutet für ihn: Das Racket so flott wie möglich von der alten Besaitung befreien, neue Saiten aufziehen, verknoten und zurück auf den Platz zum Profi bringen lassen - das alles natürlich sorgfältig und gründlich. In den Händen von Stephan Weber, Tobias Biereke und Moritz Ritter liegt viel Verantwortung in diesen Tagen: Das Trio von der Tennisschule des Tennisclubs Rot-Weiß Hagen bildet auch das Besaitungsteam der platzmann open. Ihre Arbeit entscheidet mit über den Erfolg der Spieler. Zu Beginn der Turnierwoche besaiten sie im Akkord. Da gehen schon mal 80 Schläger durch ihre Hände. Besonders im Einsatz sind sie morgens und während der Matches. Die Profis lassen vor den Trainingseinheiten ganz oft noch neue Saiten aufziehen. Zeichnet sich eine lange Partie ab, sind sie genauso gefordert, um die Spieler währenddessen mit frischer Besaitung zu versorgen. Doch dann ist die Freude an der Arbeit auch am größten, wie eingangs erwähnt. 90er Techno-Musik aus der Box motiviert das Trio in diesen Momenten zusätzlich. „Wir sind mittlerweile schon sehr routiniert, weil wir auch letztes Jahr besaitet haben“, erklärt Stephan Weber. Gleichzeitig gibt er spannende Einblicke: Diesmal besaite das Team etwas härter als im Vorjahr, weil die Temperaturen deutlich höher seien, berichtet er. Bedeutet: Die Profis benötigen mehr Kontrolle, weil die Bälle witterungsbedingt schneller fliegen. Über die ganze Woche hinweg besaitet das Trio im Bereich zwischen 18 und 26 Kilogramm. Für die gute Arbeit gibt es indes auch oft ein Lob von den Profis höchstpersönlich.
